Wer wird die Nummer 1 bei der WM?

Es ist wohl das derzeit begehrteste und meist diskutierteste Thema an deutschen Stammtischen. Es geht um die Frage, wer von den drei zur Auswahl stehenden Torhütern in Südafrika als Nummer 1 auflaufen wird bzw. wer sich dahinter mit den Reservistenplätzen begnügen muss. Nach der verletzungsbedingten Absage vom eigentlichen Stammtorhüter Rene Adler stehen nun mit Manuel Neuer (FC Schalke 04), Tim Wiese (Werder Bremen) und dem neuberufenen Hans-Jörg Butt (FC Bayern München) gleich drei Keeper im Blickpunkt. Stand direkt nach der Absage Adlers noch Manuel Neuer so gut wie sicher im Tor der Nationalelf, ist mittlerweile sogar der Einsatz vom Bayern-Schlussmann Butt mehr als möglich. Der Münchener spielte mit Sicherheit eine seiner besten Spielzeiten in der Bundesliga und kann sich nicht zuletzt durch die Möglichkeit, mit dem Triple zur Nationalelf zu reisen, begründete Hoffnungen auf den beliebten Stammplatz machen. Auch durch die Aussage Löws, die Entscheidung nach dem Champions League Finale am kommenden Samstag bekannt zu geben, spricht nicht gerade gegen Butt. Mit seiner Erfahrung könnte er Neuer und Wiese auf die Plätze 2 und 3 verweisen. Möglich ist auch die Reihenfolge Neuer, Butt und Wiese, wobei der Bremer Schlussmann wohl immer das Nachsehen hat. International erfahren sind alle drei Kandidaten, wobei einzig Butt bereits im Ausland Erfahrungen sammeln konnte und somit wiederrum im Vorteil ist. Was wird und wie sich Joachim Löw entscheidet werden wir in Kürze erfahren – bis dahin könnt ihr ja Eure Meinungen zum Thema in den Kommentaren Kund tun…

René Higuita beendet seine Karriere

René HiguitaViele werden sicher Fragen, wer ist denn dieser René Higuita? Dem Bild nach zu urteilen, könnte man ihn durchaus mit Carlos Valderrama verwechseln, zumindest frisurentechnisch standen sich die Beiden in nichts nach. Doch der Kolumbianer José René Higuita Zapata, auch bekannt als El Loco (der Verrückte), hat sich mit einer ganz besonderen Leistung für immer in die Geschichtsbücher des internationalen Fußballs eingetragen. Es war der 6. September 1995 im Wembley-Stadion in London, bei einem Freundschaftsspiel seiner Kolumbianer gegen England. Mit einer Parade, die später auch als “Skorpion-Kick” bekannt wurde, rettete der Schlussmann einen Fernschuss kopfüber mit den Hacken zuerst. Natürlich hätte er den Ball auch einfach fangen können, doch dann wäre er mit großer Sicherheit nicht zu einem der verrücktesten Keeper der Welt ernannt worden. Neben dieser Aktion galt Higuita ebenfalls als gefährlicher Freistoßspezialist und wurde erst von einem anderen verrückten Keeper abgelöst – dem Paraguayaner José Luis Chilavert. Auch in seinem Abschiedsspiel zeigte Higuita übrigens sein Können und traf per Freistoß aus gut 30 Metern. Für weitere Informationen über René Higuita verweise ich an dieser Stelle an Wikipedia. Desweiteren empfehle ich die Bilder-Suche von Google für weitere glänzende Schnappschüsse seiner Karriere und den kurzen aber guten Bericht über das Abschiedsspiel von RP-Online. Abschließen möchte ich diesen Ehrenbeitrag natürlich mit dem Zeugnis seiner verrückten Leistung…

Der Abschied einer jungen Hoffnung

Wie aus diversen Zeitungen und Internetpublikationen zu entnehmen ist, wird Michael Rensing den FC Bayern München nach eigener Aussage zum Saisonende verlassen. Damit endet für ihn eine bereits länger andauernde Leidenszeit beim Rekordmeister. Sowohl unter Ex-Coach Jürgen Klinsmann, als auch beim neuen Bayern-Trainer Louis van Gaal genießt der Jungbayer keinen guten Ruf – wobei er durchaus sehr talentiert ist und über schnelle Reaktionen auf der Linie verfügt. Aber der große Druck, dem er nach dem Abschied von Oliver Kahn ausgesetzt war, förderte nicht seine Leistungen, sondern hemmte ihn manchmal sichtlich. Und so verlor er nach einigen Unsicherheiten zum Ende der vergangenen Saison seinen Stammplatz an den erfahrenen Hans-Jörg Butt. Da nun die Verantwortlichen die Verpflichtung einer neuen Nummer 1 für die neue Spielzeit ankündigten, ist ein Wechsel von Michael Rensing nur die logische Konsequenz. Doch bis dahin möchte er unbedingt noch ein paar Spiele für den deutschen Rekordmeister absolvieren, um so sein Können unter Beweis zu stellen und vielleicht sogar einen Platz in einem anderen Bundesligateam zu finden. Drücken wir ihm dafür auf jeden Fall die Daumen…

Deutschland in Trauer um Robert Enke

Robert Enke

Als gestern die Nachricht vom Tod des aktuellen Nationalkeepers über die Medien verbreitet wurde, waren sicherlich viele Fussballfans, aber auch ein großer Teil der Bevölkerung geschockt. Die Frage nach dem Warum bereitet vielen sicherlich großes Kopfzerbrechen. Warum nimmt sich so ein beliebter Sportler und Mensch auf dem Höhepunkt seiner fussballerischen Karriere das Leben? Dass Robert Enke in psychischer Behandlung war, mag ein Zeichen seiner nicht überwundenen Trauer um seine Tochter Lara sein, aber ob sie als Grund für den Suizid anzusehen ist, bleibt bis dato fraglich. An den Reaktionen in der Fussballwelt, sei es die DFB-Spitze um Dr. Theo Zwanziger oder die Nationalspieler, die sich derzeit zusammen auf die kommenden Testspiele vorbereiten, erkennt man den herben Schlag für den Profisport und die tiefe Trauer. Neben den vielen Schlagzeilen imponiert mir vor allem die Homepage seines Vereins – Hannover 96 – die in anerkennender Weise um ihren Keeper trauern. Sein Tod lässt das Geschäft Fussball definitiv in einem anderen Licht erscheinen und bestätigt viele Stimmen die sagen, Geld und Ruhm machen die Menschen nicht unbedingt glücklicher. Fakt ist, dass so eine Nachricht erstmal alles andere zurückstehen lässt. Mein Mitgefühl gilt der Familie und seinen Freunden, die um ihn trauern – Robert Enke (* 24.08.1977 – † 10.11.2009)