Hannover 96 und der Nationaltorwart

Nach den hochkarätigen Verpflichtungen von Stars wie Mikael Forsell oder auch Jan Schlaudraff hoffte man als begeisterter Fussballfan auf ein neues, starkes Hannover, dass die Liga so richtig aufrollen wird. Doch nach nun 3 Spieltagen sieht es ganz anders aus – Tabellenschlusslicht, ohne Sieg und mit einer negativen Tordifferenz. Dass dies nicht am neuen Nationalkeeper Robert Enke liegt, verdeutlicht auch das Spiel seiner 96er am Wochenende in Stuttgart, wo er mit tollen Paraden eine höhere Niederlage verhindert hat. Aber der 18te Tabellenplatz ist zweifellos nicht der Ort, an dem sich ein Torwart seiner Klasse wohlfühlt. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass die Presse ihn während der Transferzeit mit anderen Clubs in Verbindung brachte. Auch Enke selbst scheint sich zu fragen, wie er auf Dauer seinen Platz im Tor der Nationalelf behaupten will, wenn sein Verein um den Abstieg spielt, anstatt international zu glänzen. Allerdings wird der Bundestrainer die starken Vorstellungen von Enke in der Bundesliga genau zu bewerten wissen und sicher nicht vorschnell die Aufgabe an andere Keeper übertragen, nur weil diese, wie Adler oder Wiese zum Beispiel, schon internationale Erfahrung vorzuweisen haben. Selbst als Zweitligatorhüter kann man ja in der Nationalmannschaft durchaus Stammspieler sein, wie seiner Zeit Andreas Köpke in Nürnberg eindrucksvoll zeigte…

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