Verletzungssorgen in Bielefeld
Arminia Bielefeld ist derzeit auf der Torhüterposition sehr übersichtlich besetzt. Nachdem sich der südafrikanische Stammkeeper der Ostwestfalen, Rowen Fernandez, am Knie verletzte und sich im Training einen Anriss des hinteren Kreuzbandes zuzog, sucht der Bundesligaclub nach einem vereinslosen Ersatz, da das Transferfenster und somit ein möglicher “käuflicher” Wechsel bis zur Winterpause nicht mehr möglich ist – Derzeit rückt der bisherige Ersatzmann Dennis Eilhoff ins Tor. Wahrscheinlich ist aber ein Comeback des 37-jährigen Dirk Heinen, der bereits in der Vorsaison für den verletzten Mathias Hain einsprang und sich eventuell zusätzlich zu Eilhoff bereithalten wird. Suchen werden die Bielefelder aber wohl weiterhin – Wer also Interesse hat und derzeit nirgends untergebracht ist, der kann sich ja mal in Bielefeld melden…
Neues von Hildebrand
Nachdem ja nun die Transferzeit vorbei ist und unser Timo in Valencia fest sitzt, hat er beim Manager der Spanier nachgefragt, wie es so um seine Zukunft steht und ob der Verein an ihm festhalten wird. Daraufhin wurde ihm laut BILD wohl nur gesagt, dass er um seinen Platz kämpfen müsse. Durchaus schwer, wenn man an den Wochenenden nur auf der Tribüne sitzt – und so stehen die Zeichen wohl immer mehr auf Abschied zur Winterpause. Vielleicht wagt dann ja Hoffenheim noch einen Versuch…
„So, das wars jetzt…“
Mit diesem Worten beendete gerade der große Oliver Kahn seine unglaubliche Karriere, voller Erfolge und Titel. Zu “Time to Say Goodbye”, geträllert von Paul Potts gings für Olli nach 75 Minuten nocheinmal auf eine Ehrenrunde. Die begeisterten Fans applaudierten und feierten ihren Torhüter. In seinem letzten Spiel kassierte er noch ein Gegentor. Nach ungefähr einer halben Stunde traf Trochowski zur Führung der deutschen Nationalelf, bevor Klose in der zweiten Hälfte den Ausgleich erzielte. Für Kahn beginnt nun die Karriere nach der Karriere – alle bekannten Fussballgrößen waren zu Gegen und machten dieses Erlebnis auch für den gemeinen Fernsehzuschauer zu einem echten Erlebnis! Am Rande zu Bemerken bleiben die Schnupftabakeinlagen von Sepp Maier und interresante Versprecher vom ZDF-Kommentator – trotzdem ein standesgemäßer Abschied eines großen Torhüters…
Hannover 96 und der Nationaltorwart
Nach den hochkarätigen Verpflichtungen von Stars wie Mikael Forsell oder auch Jan Schlaudraff hoffte man als begeisterter Fussballfan auf ein neues, starkes Hannover, dass die Liga so richtig aufrollen wird. Doch nach nun 3 Spieltagen sieht es ganz anders aus – Tabellenschlusslicht, ohne Sieg und mit einer negativen Tordifferenz. Dass dies nicht am neuen Nationalkeeper Robert Enke liegt, verdeutlicht auch das Spiel seiner 96er am Wochenende in Stuttgart, wo er mit tollen Paraden eine höhere Niederlage verhindert hat. Aber der 18te Tabellenplatz ist zweifellos nicht der Ort, an dem sich ein Torwart seiner Klasse wohlfühlt. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass die Presse ihn während der Transferzeit mit anderen Clubs in Verbindung brachte. Auch Enke selbst scheint sich zu fragen, wie er auf Dauer seinen Platz im Tor der Nationalelf behaupten will, wenn sein Verein um den Abstieg spielt, anstatt international zu glänzen. Allerdings wird der Bundestrainer die starken Vorstellungen von Enke in der Bundesliga genau zu bewerten wissen und sicher nicht vorschnell die Aufgabe an andere Keeper übertragen, nur weil diese, wie Adler oder Wiese zum Beispiel, schon internationale Erfahrung vorzuweisen haben. Selbst als Zweitligatorhüter kann man ja in der Nationalmannschaft durchaus Stammspieler sein, wie seiner Zeit Andreas Köpke in Nürnberg eindrucksvoll zeigte…


