Poldi und der Tritt des Belgiers
Es ist ja für jeden Torwart immer schwer einzuschätzen, ob man den Weg aus dem 16er antritt oder noch einen Moment abwartet. Wenn man sich für den Weg aus dem Strafraum entschließt, gibt es kein zurück mehr – entweder voll rauslaufen oder überlupft werden. So dachte wohl auch Stijn Stijnen, der belgische Nationaltorwart am vergangenen Mittwoch beim Testspiel gegen Deutschland, als er den heranstürmenden Lukas Podolski am Torerfolg hindern wollte. Wie er dies allerdings anstellte ist normalerweise sofort mit Rot zu bestrafen. Mit gestrecktem Bein vorraus trifft er den Deutschen auf dem Bauch, genauer an den Rippen. Podolski hält sich daraufhin sekundenlang die Brust und zeigt schließlich seine Schürfwunde. Stijnen sagte zu seiner Selbstverteidigung, dass es schade ist, dass er ihn getroffen habe, jedoch wäre es genauso unglücklich gewesen, wenn der Podolskis Knie abbekommen hätte – verständlich – aber nicht akzeptabel…
Schober für Schalke
Mathias Schober hat seinen eigenen Weg gemacht. Als er im Sommer letzten Jahres von Rostock nach Schalke wechselte haben viele nur den Kopf geschüttelt und sich gefragt, warum er sich beim Bundesligisten freiwillig auf die Bank setzt. War es das Geld oder die Verbundenheit zu seinem früheren Arbeitgeber? Er spielte nämlich von 1990 an für die Blau-Weißen, bevor er 2001 nach Hamburg ausgeliehen wurde. Fortan spielte er für den FC Hansa Rostock. Nach einer Saison als Ersatzmann, hinter dem jungen Manuel Neuer, ist nun die Zeit von Schober gekommen. Nachdem sich Neuer in einem Freundschaftspiel einen Mittelfussbruch zuzog und noch bis circa Mitte September ausfällt, rückte er auf und spielte in den verbleibenden Testspielen, in der Championsleague Qualifikation, sowie nun auch in der Bundesliga. Gegen Atletico Madrid wusste der 32-jährige durchaus zu überzeugen und auch gegen Hannover zeigte er keine größeren Schwächen. Am kommenden Wochenende in Bremen gibts die nächste große Aufgabe für ihn, wenn es gegen die Werderstürmer um den neu erworbenen Claudio Pizarro geht…
Ziegler für Weidenfeller
Mit dem Spiel Hannover 96 gegen Energie Cottbus wird am heutigen Abend der zweite Spieltag dieser Saison eingeleitet. Nach seinem “Eigenfoul” am vergangegen Samstag wird Roman Weidenfeller dann nicht zwischen den Pfosten bei den Dortmundern stehen, sondern die Nummer 2 Marc Ziegler. Ziegler bekam bereits letzte Saison seine Chance als Weidenfeller verletzt pausieren musste und konnte durchaus überzeugen. Doch mit der Rückkehr von Weidenfeller rückte Ziegler wieder ins zweite Glied. Nun versucht er erneut, durch gute Leistung gegen die Bayern, seine Position im Verein zu verbessern. Ansonsten vertrauen die anderen Bundesligaclubs auf ihre Stammkräfte…
Was macht eigentlich… ?
In dieser Kolumne gibt es jetzt jedesmal Spannendes und Interessantes über Bundesligatorhüter zu berichten, die mittlerweile nicht mehr in der obersten Spielklasse des deutschen Fussballs anzutreffen sind! Heute, in der ersten Ausgabe, geht es um: Gabor Király
Mit dem Wechsel vom ungarischen Club Haladas Szombathely zu Hertha BSC Berlin, in der Saison 1997/1998, begann die Profikarriere des Gabor Király. Insgesamt 7 Jahre spielte er fortan in der Bundesliga und wurde durch sein Markenzeichen, ein graue, schlabbrige Sporthose bekannt und beliebt. Seine mitunter hochklassigen Paraden machten ihn schnell zum Publikumsliebling. Mit, bis heute, 70 Länderspielen für sein Heimatland gelang ihm auch International der Durchbruch. Als er 2004 aufs Abstellgleis geriet wechselte er nach England, zuerst zu Crystal Palace, danach zu Aston Villa. Von dort aus wurde er an West Ham United ausgeliehen, bevor er im Januar 2007 wieder zu Crystal Palace zurückkehrte. Im Sommer ging es für den Heute 32 Jährigen weiter zum FC Burnley – ablösefrei – in die zweite englische Spielklasse. Dort hat Király noch einen Vertrag bis zum Ende dieser Spielzeit. Und wer weiß, vielleicht kehrt er ja im Anschluss nochmal in die Bundesliga zurück…


